Han Shan's 150 Gedichte vom kalten Berg PDF

By Han Shan

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Weil man damit die andren übertreffen kann! Der stattlichste Mann, kann er nicht lesen Findet kein Auskommen in dieser Welt Drum tauche deine Medizin in etwas Knoblauchsoße Und du vergißt, daß sie so bitter ist 30 Die armen Literaten sind alle vom Unglück verfolgt Hunger und Kälte- bei uns sind sie immer am ärgsten Wir haben viel Zeit um Gedichte zu machen Mit Inbrunst kritzelnd kritzelnd geben wir uns aus Doch wer will solcher Taugenichtse Werke lesen? Drum rat ich dir, hör auf mit dem Gejammere!

Schrieben wir auch auf feinste Reiskuchen Selbst streunende Hunde würden nicht anbeißen 31 Das neue Korn war noch nicht reif Da hatte ich das alte schon verbraucht Drum ging ich, einen Scheffel auszuleihen Stand zögernd draußen vor dem TorDer Hausherr kam und riet mir seine Frau zu fragen Fragt meinen Mann! So wies die Frau mich ab Zu knauserig um einem der arm dran ist auszuhelfen Sie werden um so törichter je größer der Besitz 32 Seit ich ins öffentliche Leben trat hab ich nur Last und Ärger All die Geschäftigkeit hat mich total verändert Doch konnte ich bisher nicht von den Konventionen lassen Fahre draum mit Höflichkeitsbesuchen fort Gestern sprach ich zum Tod eines gewissen Hsü mein Beileid aus Heut ging ich zum Begräbnis eines Herrn Liu Auf diese Art von Tag zu Tag beschäftigt Macht sich Verdruß in meinem Herzen breit 33 Oft denk ich an die Tage meiner Jugendzeit Als ich auf Jagd durchstreift die Gegend um P'ing Ling Mir stand der Sinn nicht nach Regierungsposten Schätzte selbst der Unsterblichen Dasein gering Auf einem Schimmel sprengte ich den ganzen Tag umher Ließ jubend meinen Falken auf die Hasen losEhe ich mich versah ist alles das zerronnen Die Haare weiß, wer kümmert sich dann noch um dich?

46 Einsam lieg ich am Fuße aufgetürmter Felsen Wo mittags selbst die Nebel sich nicht teilen Ist es in dieser Hütte auch fast dunkel So ist mein Sinn hier fern von Lärm und Geschrei Ein Traum, als ich noch schweifte zwischen goldenen Portalen Über die Felsbrücke kehrt meine Seele heim Ich hab den Weltenrummel hinter mir gelassen Die Schöpfkelle klappert klappert im Baum 47 Ich steige, steige auf dem Han Shan Weg Die Reise zum Han Shan nimmt nie eine Ende Die Schlucht entlang über Felsbrocken, Steine, Steine Durch nebeldunkles Gras im weiten Tal Das Moos ist glitschig, nicht nur wenn es regnet Die Föhren knarren, doch es geht kein Wind Wer kann sich befreien aus den Verstrickungen der Welt Mit mir zu Sitzen zwischen Weißen Wolken?

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150 Gedichte vom kalten Berg by Han Shan


by Jeff
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